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Dach winterfest machen: Der Herbst-Check für Ihr Dach in Kassel

Dach winterfest machen: Der Herbst-Check für Ihr Dach in Kassel

Der erste richtige Herbststurm kommt in Nordhessen meist ohne Vorwarnung. Über Nacht liegt das Laub in der Dachrinne, ein Ziegel am First hat sich gelockert, und auf dem Garagendach steht nach dem nächsten Regen eine Pfütze, die vorher nicht da war. Im Oktober sind das Kleinigkeiten. Im Januar, wenn Wasser gefriert und Schnee liegt, werden daraus Schäden, die ins Geld gehen.

Kurz gesagt: So machen Sie Ihr Dach winterfest

  • Dachrinnen und Fallrohre nach dem Laubfall reinigen, damit Schmelzwasser abfließen kann.
  • Ziegel, First und Ortgang vom Boden aus auf lose oder verrutschte Teile prüfen.
  • Anschlüsse an Kamin, Gauben und Dachfenstern auf Risse und offene Fugen ansehen.
  • Beim Flachdach Abläufe und Notüberläufe freiräumen und auf stehendes Wasser achten.
  • Den Dachboden von innen auf feuchte Stellen, Flecken und Lichtpunkte kontrollieren.

Warum der Herbst der richtige Zeitpunkt ist

Ein Dach hält viel aus, aber der Winter setzt ihm auf besondere Weise zu. Wasser, das in eine kleine Fuge läuft, gefriert und dehnt sich aus. Aus einem Haarriss wird so über ein paar Frostnächte ein Spalt. Eine verstopfte Rinne füllt sich mit Eis, wird schwer und kann sich aus den Haken lösen. Und Schnee, der auf einem Flachdach nicht abtauen kann, bleibt als Last liegen.

Im Herbst lassen sich diese Schwachstellen noch bei trockenem Wetter und ohne Zeitdruck beheben. Wer dagegen erst im Winter merkt, dass es durchtropft, muss oft bei Frost und Schnee reparieren lassen, wenn alle Dachdecker ohnehin viel zu tun haben.

Checkliste: So machen Sie Ihr Dach winterfest

1. Dachrinnen und Fallrohre vom Laub befreien

Die Dachrinne ist der häufigste Grund für Winterschäden. Liegt Laub darin, staut sich das Wasser, läuft über die Fassade statt ins Fallrohr und gefriert bei Frost zu einem Eisblock. Reinigen Sie die Rinnen deshalb erst, wenn die Bäume in der Umgebung ihr Laub weitgehend verloren haben, also meist ab Ende Oktober. Prüfen Sie dabei auch, ob das Fallrohr frei ist: Gießen Sie oben etwas Wasser hinein und schauen Sie, ob es unten zügig ankommt.

2. Ziegel, First und Ortgang vom Boden aus prüfen

Nehmen Sie sich an einem hellen Tag ein Fernglas und gehen Sie einmal ums Haus. Achten Sie auf verrutschte oder gebrochene Ziegel, auf lose Firstziegel und auf die Randabschlüsse am Giebel. Gerade dort greift der Wind bei Herbststürmen zuerst an. Was locker ist, fliegt beim nächsten Sturm davon und öffnet dem Regen den Weg ins Dach.

3. Anschlüsse an Kamin, Gauben und Dachfenstern

Die meisten undichten Stellen entstehen nicht in der Fläche, sondern an den Übergängen. Blechanschlüsse am Kamin, Einfassungen von Dachfenstern und die Seiten von Gauben arbeiten über die Jahre. Sehen Sie sich diese Stellen genau an: Sind Fugen offen, Bleche verbogen oder Dichtstoffe rissig, sollte das vor dem Winter ein Fachbetrieb nachbessern.

4. Flachdach: Abläufe und Notüberläufe freihalten

Beim Flachdach ist der Ablauf die Schwachstelle. Laub, Moos und angewehter Schmutz setzen ihn zu, und das Wasser bleibt auf der Fläche stehen. Friert es, drückt das Eis auf die Abdichtung. Taut Schnee ab und kann nicht weg, steigt die Last auf dem Dach. Räumen Sie Abläufe und Notüberläufe frei, wenn Sie sicher an sie herankommen, zum Beispiel beim Garagendach. Pfützen, die länger als ein, zwei Tage nach dem Regen stehen bleiben, sind ein Hinweis auf fehlendes Gefälle oder eine Senke in der Abdichtung.

5. Den Dachboden von innen ansehen

Viele Schäden sieht man von innen früher als von außen. Gehen Sie mit einer Taschenlampe auf den Dachboden und suchen Sie nach dunklen Flecken am Holz, feuchter Dämmung, Schimmelgeruch oder Lichtpunkten, wo keine sein sollten. Nach einem kräftigen Regen ist der beste Zeitpunkt dafür.

6. Bäume und lose Teile rund ums Dach

Äste, die über das Dach ragen oder am Dach scheuern, können bei Sturm und unter Schneelast brechen. Lassen Sie sie rechtzeitig zurückschneiden. Sichern Sie außerdem alles, was in Dachnähe lose ist: alte Antennen, Satellitenschüsseln, Solarmodule mit lockerer Halterung.

Was Sie selbst machen können und was nicht

Vom Boden, vom Fenster oder vom Dachboden aus können Sie vieles selbst prüfen. Die Dachrinne eines Bungalows oder einer Garage lässt sich mit einer sicher stehenden Leiter meist auch selbst reinigen. Auf das Dach selbst sollten Sie dagegen nicht steigen. Nasses Laub, Moos und Reif machen Ziegel und Abdichtungen im Herbst rutschig, und ohne Sicherung ist schon ein Sturz aus geringer Höhe gefährlich. Alles, was Sie nur vom Dach aus erreichen, gehört in die Hände eines Fachbetriebs.

Laubschutz für die Dachrinne: lohnt sich das?

Laubschutzgitter oder Laubfangkörbe am Fallrohr halten grobes Laub aus der Rinne und vor allem aus dem Fallrohr heraus. Wer viele Bäume am Haus hat, spart sich damit manchen Einsatz. Wartungsfrei sind sie aber nicht: Auf den Gittern bleibt Laub liegen, und feiner Schmutz gelangt trotzdem in die Rinne. Ob sich ein Laubschutz lohnt und welche Ausführung zu Ihrer Rinne passt, klären wir gern bei einem Termin vor Ort.

Der Herbst-Check vom Dachdecker in Kassel

Wenn Sie nicht selbst prüfen möchten oder bei der Checkliste etwas gefunden haben, übernimmt Dickmann Bedachungen den Herbst-Check für Sie. Als familiengeführter Meisterbetrieb aus Kassel sehen wir uns die gesamte Dachfläche an, reinigen Rinnen und Abläufe, prüfen Anschlüsse und Abdichtungen und kontrollieren Flachdächer auf stehendes Wasser. Was wir finden, dokumentieren wir mit Fotos und besprechen es mit Ihnen, bevor etwas repariert wird.

Wer sich nicht jedes Jahr selbst darum kümmern möchte, kann die regelmäßige Kontrolle auch mit einem Wartungsvertrag an uns abgeben. Warum sich das rechnet, lesen Sie in unserem Beitrag Warum regelmäßige Dachwartung bares Geld spart. Wir sind in Kassel, Söhrewald, Lohfelden, Niestetal, Fuldabrück, Kaufungen und im nordhessischen Umland unterwegs. Sie erreichen uns unter 0561 940 332 60.

Häufige Fragen

Am besten zwischen Ende Oktober und Mitte November. Dann haben die meisten Bäume ihr Laub verloren, und es ist in der Regel noch frostfrei. Reinigen Sie die Dachrinne nach dem Laubfall, nicht davor, sonst ist sie nach dem nächsten Sturm wieder voll.

Mindestens einmal im Jahr, am besten im Spätherbst. Stehen große Laubbäume oder Nadelbäume in der Nähe, lohnt sich eine zweite Reinigung im Frühjahr.

Bei einem niedrigen Haus, einer Garage oder einem Carport meist ja, mit einer sicher stehenden Leiter und Handschuhen. Auf das Dach selbst sollten Sie nicht steigen. Bei höheren Häusern ist der Fachbetrieb die sichere Wahl.

Das Wasser staut sich, läuft über die Fassade und gefriert. Das Eis macht die Rinne schwer und kann sie aus den Haken ziehen. Überlaufendes Wasser durchfeuchtet außerdem Mauerwerk und Sockel.

Ja. Beim Flachdach entscheiden freie Abläufe und eine intakte Abdichtung darüber, ob Regen und Schmelzwasser abfließen können. Stehendes Wasser, Blasen oder Risse in der Abdichtung sollte ein Dachdecker vor dem ersten Frost ansehen.

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