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Sturmschaden am Dach: Was tun? Die richtigen Schritte im Herbst und Winter

Sturmschaden am Dach: Was tun? Die richtigen Schritte im Herbst und Winter

Es ist kurz nach Mitternacht, draußen heult der Wind, und irgendwo klappert es auf dem Dach. Am nächsten Morgen liegen zwei Ziegel im Vorgarten, und im Dachgeschoss zeichnet sich ein feuchter Fleck an der Decke ab. Spätestens jetzt stellt sich die Frage: Was tun, und in welcher Reihenfolge?

Kurz gesagt: Was tun bei einem Sturmschaden am Dach?

  1. Sich und andere in Sicherheit bringen und den Bereich unter der Schadstelle absperren.
  2. Den Schaden mit Fotos und Datum dokumentieren, ohne aufs Dach zu steigen.
  3. Einen Dachdecker oder Dach-Notdienst anrufen, der das Dach provisorisch sichert.
  4. Den Schaden umgehend der Versicherung melden.
  5. Die endgültige Reparatur vom Fachbetrieb ausführen lassen und die Rechnungen aufheben.

Schritt 1: Erst die Sicherheit

Lose Ziegel, abgerissene Bleche oder ein hängendes Stück Dachrinne können jederzeit herunterfallen, vor allem, wenn der Wind noch nicht nachgelassen hat. Halten Sie Abstand zur Hauswand, sperren Sie Wege und Einfahrten unter der Schadstelle ab und warnen Sie Nachbarn, wenn deren Grundstück betroffen ist. Steigen Sie auf keinen Fall selbst aufs Dach. Nasse Flächen, Wind und beschädigte Teile machen das lebensgefährlich.

Dringt Wasser ein, begrenzen Sie den Schaden von innen: Eimer und Wannen unterstellen, Möbel und Elektrogeräte aus dem Bereich räumen, bei Wasser in der Nähe von Leitungen oder Lampen die Sicherung für diesen Raum ausschalten.

Schritt 2: Den Schaden dokumentieren

Für die Versicherung ist eine gute Dokumentation Gold wert. Fotografieren Sie den Schaden vom Boden aus, am besten aus mehreren Richtungen und mit etwas Umgebung im Bild, damit man das Haus erkennt. Halten Sie auch Folgeschäden fest: Wasserflecken, nasse Dämmung, beschädigte Möbel. Notieren Sie Datum und Uhrzeit des Sturms. Heruntergefallene Teile nicht sofort entsorgen, sie können als Beleg dienen.

Schritt 3: Das Dach provisorisch sichern lassen

Ein offenes Dach sollte so schnell wie möglich geschlossen werden, denn mit jedem Regen wächst der Folgeschaden an Dämmung, Dachstuhl und Innenräumen. Das ist Arbeit für einen Dachdecker mit Sicherungsausrüstung. Dickmann Bedachungen hat einen 24-Stunden-Notdienst für Kassel und die Umgebung. Im Notfall sichern wir das Dach zunächst provisorisch, damit kein Wasser mehr eindringt und keine Teile abstürzen können. Jeden Notdienst-Einsatz dokumentieren wir mit Fotos und schriftlich. Das hilft Ihnen bei der Schadensmeldung, auch wenn Sie selbst nicht vor Ort sein konnten.

Schritt 4: Den Schaden der Versicherung melden

Sturmschäden am Dach sind in der Regel ein Fall für die Wohngebäudeversicherung. Melden Sie den Schaden so bald wie möglich, viele Verträge verlangen eine unverzügliche Meldung. Legen Sie Ihre Fotos, Ihre Notizen und später den Bericht und die Rechnung des Dachdeckers bei. Welche Leistungen im Einzelnen übernommen werden, steht in Ihrem Vertrag. Im Zweifel fragen Sie direkt bei Ihrer Versicherung nach, bevor größere Reparaturen beauftragt werden.

Wichtig ist auch, dass Sie den Schaden nicht größer werden lassen, als er sein muss. Die provisorische Sicherung aus Schritt 3 gehört genau dazu.

Typische Sturmschäden am Dach

  • abgedeckte oder verrutschte Dachziegel, besonders am First und am Ortgang
  • abgerissene oder verbogene Blechanschlüsse an Kamin und Gauben
  • gelöste Dachrinnen und Fallrohre
  • aufgerissene oder abgehobene Abdichtungsbahnen auf dem Flachdach
  • Schäden durch herabfallende Äste oder umherfliegende Teile

Nicht jeder Schaden ist von unten zu sehen. Hat der Sturm kräftig am Dach gezerrt, lohnt sich ein prüfender Blick vom Fachmann, auch wenn auf den ersten Blick alles an seinem Platz liegt.

Schnee und Eis: Was im Winter dazukommt

Schnee auf dem Flachdach

Wie viel Schnee ein Dach tragen muss, legt die Statik fest, und die Anforderungen sind je nach Region unterschiedlich. Nasser, schwerer Schnee oder Schnee, auf den Regen fällt, wiegt dabei ein Vielfaches von frischem Pulverschnee. Kritisch wird es beim Flachdach vor allem dann, wenn die Abläufe verstopft sind und Schmelzwasser nicht abfließen kann. Anzeichen für eine Überlastung sind knarrende Geräusche, neue Risse an Decken oder Wänden und Türen, die plötzlich klemmen. Räumen Sie ein Flachdach nicht auf eigene Faust: Ohne Absturzsicherung ist das gefährlich, und mit Schaufeln lässt sich die Abdichtung leicht beschädigen. Rufen Sie in einem solchen Fall einen Fachbetrieb.

Dachlawinen und Eiszapfen

Rutscht Schnee vom Steildach, kann er Menschen, Autos und Dachrinnen treffen. Schneefanggitter halten den Schnee auf der Dachfläche, bis er langsam abtaut. Ob und wo sie nötig sind, hängt von Dachneigung, Eindeckung und Lage des Hauses ab, etwa ob darunter ein Gehweg, ein Eingang oder ein Stellplatz liegt. Wer als Eigentümer welche Vorkehrungen treffen muss, ist eine Frage des Einzelfalls. Große Eiszapfen an der Rinne sind außerdem ein Hinweis darauf, dass Wärme durch das Dach entweicht oder die Rinne verstopft ist.

Vorbeugen ist günstiger als reparieren

Viele Sturmschäden beginnen mit einem Ziegel, der schon vorher locker war, oder einem Blech, das sich schon im Sommer gelöst hatte. Ein Check im Herbst findet solche Stellen, bevor der Wind sie findet. Wie Sie dabei vorgehen, zeigt unsere Checkliste Dach winterfest machen: Der Herbst-Check für Ihr Dach in Kassel. Und wenn es doch passiert ist: Dickmann Bedachungen ist rund um die Uhr unter 0561 940 332 60 erreichbar, in Kassel, Söhrewald, Lohfelden, Niestetal, Fuldabrück, Kaufungen und im nordhessischen Umland.

Häufige Fragen

Das legt Ihr Versicherungsvertrag fest. In vielen Wohngebäudeversicherungen gilt Wind ab Stärke 8 als Sturm, das sind rund 62 Kilometer pro Stunde. Ob das am Schadenstag erreicht wurde, lässt sich bei Wetterdiensten nachweisen. Maßgeblich ist immer Ihr eigener Vertrag.

Von innen dürfen und sollten Sie den Schaden begrenzen, etwa mit Eimern und indem Sie Möbel wegräumen. Auf das Dach sollten Sie nicht steigen. Die Sicherung und die Reparatur gehören in die Hände eines Fachbetriebs, auch weil die Versicherung einen Nachweis über die Arbeiten erwartet.

Das hängt vom Vertrag ab. Bei versicherten Sturmschäden werden die Kosten für notwendige Sofortmaßnahmen, die weiteren Schaden verhindern, häufig übernommen. Klären Sie das am besten gleich bei der Schadensmeldung mit Ihrer Versicherung.

Vor allem bei nassem, schwerem Schnee, bei Regen auf Schnee und wenn die Abläufe verstopft sind. Knarrende Geräusche, neue Risse oder klemmende Türen sind Warnzeichen. Dann nicht selbst aufs Dach gehen, sondern einen Fachbetrieb rufen.

So schnell wie möglich. Jeder weitere Regen durchfeuchtet Dämmung und Dachstuhl und vergrößert den Schaden. Ein Dach-Notdienst kann die Fläche provisorisch schließen, bis die Reparatur möglich ist.

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